Ängstliche Hunde im Studio fotografieren.

Eigentlich finde ich den Titel ziemlich gemein im Zusammenhang mit der Hundefotografie. Den eine Hund der im Fotostudio ängste zeigt oder unsicher ist nicht gleich grundsätzlich ängstlich.

Ängstliche Hunde fotografieren.

Im Laufe zahlreicher Hundefotoshootings sind mir eine Menge Hunde-Charaktere über den Weg gelaufen, vom Tierschutzhund mit schlechter Vergangenheit bis zum Polizeihund mit perfekter Ausbildung von der Welpenzeit an. Doch eine Allgemeine Aussage über das Verhalten und die Mitarbeit im Studio zu treffen ist vorab fast unmöglich.

In meinem Fotostudio habe ich es allerdings sehr oft mit Tierschutzhunden zu tuen, von denen man erst einmal mehr erwartet dem Shooting etwas misstrauisch gegenüber zu stehen. In der Regel ist dem auch so, insbesondere wenn die Hunde noch nicht eine perfektes Vertrauensverhältnis zu Ihren Menschen oder Menschen allgemeinen aufgebaut haben.

Doch auch der souveränste angekündigte Hund ist mir schon mit mißtrauen dem Studioequipment gegenüber begegnet.

Hinzu kommt die Erwartungshaltung im Moment des Studiobesuchs, der Mensch bezahlt einen nicht unbeträchtlichen Betrag für das Shooting und hat sich in Gedanken schon die besten Plätzen in seinem Heim für die gewünschten Bilder in seinem Heim ausgesucht. Dem Felltier ist das Grundsätzlich erstmal völlig schnuppe, ob es nun in 2×3 im Wohnzimmer über dem Wohnzimmer erstrahlt oder die Zukünftige Kaffeetasse seines Menschen ziert. Den Jetzt geht es nur um Ihn, das fellige Model. Und schon das plötzliche im Mittelpunkt stehen plus die Erwartungshaltung ist eine völlig neue Situation für den Hund. Den meistens gehen wir mit unserem Hund irgendwo hin z.B. in eine Restaurant oder zu Freunden und dort soll er still sein.
Und so passiert es das selbst der aufgeweckteste, ausgebildete Hund der Aktion seinen Rücken oder sein Hinterteil kehrt.

In so einem Fotostudio gibt es dann natürlich noch weiter Dinge die naturgemäß nicht jeder Vierbeiner aus seinem Alttag kennt, da sind die Großen Softboxen, die an regenschirme erinnern, die riesige Kamera vor dem Kopf des Fotografen, sowie die durch die Entladung der Biltzkondensatoren entstehenden Geräusche. In wenigen Fällen wird auch das Blitzen als unheimlich empfunden. Gerüche von den vorherigen Besuchern wecken zwar Interesse und können eine gewisse Sicherheit geben, aber aus Ihnen lässt sich aber auch nicht erlesen wie die ganze Aktion letztendlich für die vorherigen Besucher geendet ist.

Um es kurz vorweg zu nehmen, es handelt sich hier um ca. 10% der Hunde bei mir im Studio bei denen ich am Mißtrauen meiner Studioeintrichtung, der Situation und mir arbeiten muß. Dir restlichen 90% lassen sich relativ schnell durch passende Gage zu Bestleistung animieren.

Doch wie bekomme ich jetzt die befellten Herrschaften mit Vorbehalten dazu mir ein paar perfekte Bilder für das Wohnzimmer Ihres Menschen zu schießen?

4 Tips um fast jeden Hund im Studio zu fotografieren!

Tip Nummer 1.

Sei der Freund deines Model und werde respektiert. Ich setzet mich z.B. Beispiel immer beim Erstgespräch mit den Menschen auf den Boden zum Hund, dabei erzähle ich den menschen den Ablauf des Shootings, mein Volle Konzentration gilt aber dem Hund, den ich währenddessen schonmal Kraule und mit Interagiere, Ihn aber nicht in Mittelpunkt der Handlung stelle. Habe ich mir das Vertrauen verdient nehme ich den Hund an die Pfote und führe Ihn durch das Studio, z.B. beim Ausrichten des Lichtes, dabei ist es wichtig alle Räume auf dem Hintergrund abzulaufen und den Kontakt zum Hund zu halten. Folgt er Dir auf Schritt und Tritt, findet er Dich interessant und tollen Bildergebnissen steht fast nichts mehr im Wege.
Nimm Dein Modell an die Hand und zeig ihm wie interessant Du und Dein Studio ist!
Fange vorsichtig an den Hund an die Kamera durch schnuppern und Belohnung zu gewöhnen. Wenn Du das erst mal die Kamera auslöst, ist es nicht wichtig ein tolles Bild im Kasten zu haben, sondern darauf zu schauen wie der Hund reagiert, achte dabei auf seinen Körpersprache. Gibt es Vorbehalte seiner Seite irgendwelchen Dingen im Studio, Kamera, Blitz etc.?

4 weitere Tipps findest Du in meinem Video auf YouTube unter:
https://youtu.be/ZxBgnDWs3NU


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